Einfach zärtlich: Geliebter Sohn!

von | Jan 9, 2021 | Bibelrunde, Wort zum Sonntag | 0 Kommentare

Geschrieben vonBerta

9. Januar 2021

Bibelrunde

Während sie miteinander redeten…

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Aus dem Markusevangelium 1,7 – 11

In jener Zeit

trat Johannes in der Wüste auf
und verkündete:

Nach mir kommt einer,
der ist stärker als ich;
ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.

Ich habe euch mit Wasser getauft,
er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa

und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg,
sah er, dass der Himmel aufriss
und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Mk 1,7-11

Nicht mit der Kindheitsgeschichte beginnt Markus sein Evangelium, sondern in der rauen Umgebung des Jordantals. Er stellt nicht das Kind von Bethlehem in den Mittelpunkt, sondern den Gott, der beruft, bejaht, beauftragt…

Wie zärtlich das geschieht, betont die Liturgie durch den Jesaia-Text:

Er ist in der babylonischen Gefangenschaft entstanden – das „Trostbuch Israels“. In plastischen Bildern und leidenschaftlichen Worten hören wir:

Gott will deine, meine, unsere Befreiung. Achtsam, behutsam, zärtlich geschieht die Taufe im Geist.

 

JesAJA 42,1-7

So spricht Gott, der Herr:
Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze;
das ist mein Erwählter,

an ihm finde ich Gefallen.
Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt,
er bringt den Nationen das Recht.
Er schreit nicht und lärmt nicht
und lässt seine Stimme

nicht auf der Gasse erschallen.
Das geknickte Rohr zerbricht er nicht
und den glimmenden Docht löscht er nicht aus;
ja, er bringt wirklich das Recht.

Er verglimmt nicht und wird nicht geknickt,
bis er auf der Erde das Recht begründet hat.
Auf seine Weisung warten die Inseln.
Ich, der HERR,

habe dich aus Gerechtigkeit gerufen,
ich fasse dich an der Hand.
Ich schaffe und mache dich
zum Bund mit dem Volk,
zum Licht der Nationen,
um blinde Augen zu öffnen,
Gefangene aus dem Kerker zu holen
und die im Dunkel sitzen, aus der Haft.

 

Für die stille Ecke:

Wieder einmal sind es Bilder, die dir die Schrift anbietet und in die du dich vertiefen kannst: der Jordan und die Menschenmenge; das Eintauchen ins Wasser; die Erfahrung, neben Jesus den guten Blick des Vaters auf  dir zu spüren…

Schau selbst behutsam und achtsam auf dich und die Menschen um dich; schenk dir und den andern den zärtlichen Vater- oder Mutterblick der Ermutigung.

Betrachte den glimmenden Docht – und leg deine Erfahrungen damit dem Vater ans Herz.

Denk an das geknickte Rohr –bei dir, bei anderen…Vielleicht fängst du dann an zu beten…

Komm, o Geist der Zärtlichkeit!

Strahl mich an und gib mir Kraft!

Leg deine Hand auf mich und halt mich fest!

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