Bedrohtes Leben

von | Jun 20, 2021 | Bibelrunde, Wort zum Sonntag | 0 Kommentare

Geschrieben vonBerta

20. Juni 2021

Bibelrunde

Markus 4, 35 – 41

 Am Abend dieses Tages sagte er zu ihnen: Wir wollen ans andere Ufer hinüber fahren.Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg. Einige andere Boote begleiteten ihn.Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann.Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr keinen Glauben.Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

Immer wieder sehen wir unser Leben bedroht, gefährdet.

 Die Worte der Lesung, in denen Gott zum verzweifelten Ijob spricht, sollen sein Vertrauen stärken: Ist es nicht der Schöpfergott, der in seiner Weisheit und Allmacht der ganzen Schöpfung und somit auch dem einzelnen Menschen Ordnung und Halt gibt? 

Wo finden wir Halt, wenn der schlafende Jesus eher unserem Empfinden und Erleben  entspricht als der allmächtige, starke und behütende Gott?

Lesung aus dem Buch Íjob (38,1-11)

 

Der Herr antwortete dem Íjob

aus dem Wettersturm und sprach:

Wer ist es, der den Ratschluss verdunkelt

mit Gerede ohne Einsicht?

Auf, gürte deine Lenden wie ein Mann:

Ich will dich fragen, du belehre mich!

Wo warst du, als ich die Erde gegründet?

Sag es denn, wenn du Bescheid weißt!

Wer setzte ihre Maße?

Du weißt es ja.

Wer hat die Messschnur über sie gespannt?

Wohin sind ihre Pfeiler eingesenkt?

Oder wer hat ihren Eckstein gelegt,

als alle Morgensterne jauchzten,

als jubelten alle Gottessöhne?

Wer verschloss das Meer mit Toren,

als schäumend

es dem Mutterschoß entquoll,

als Wolken ich zum Kleid ihm machte,

ihm zur Windel dunklen Dunst,

als ich ihm ausbrach meine Grenze,

ihm Tor und Riegel setzte

und sprach: Bis hierher darfst du

und nicht weiter,

hier muss sich legen deiner Wogen Stolz?

Für die stille Ecke

Wo finde ich Halt im bedrohten Leben?      

Was gibt heute Halt?

Was gibt mir wirklich Halt in Zeiten der Bedrohung?

 

In der Bibelrunde haben wir einander erzählt, was sich in unserem

„Notfallkoffer“ für die Seele befindet.

 

Da ist es ein Stoßgebet, ein Lied, das mich einmal besonders berührt hat…

Dort ist es ein Trostwort, das mir Kraft gibt und das ich nicht vergessen will…

Da ist es der Name eines Menschen, der mir Vorbild ist und an den ich in schweren Zeiten denken will…

Dort ist es ein Bild, das ich mir in Zeiten der Not vor Augen führen will…

Da ist es ein Ort, der mir kraftvolle Erinnerung bedeutet und an den ich mich geistig versetzen will…

Dort ist es ein kleines Ritual, ein Gegenstand, etwas, was mir schon geholfen hat…

 

Das haben wir bei der Bibelrunde gesammelt und einander geschenkt:

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