Ein Gruß aus „Down-Under”

Mrz 24, 2020 | Jugend | 0 Kommentare

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Aus der Caritasgemeinde

24. März 2020

Eine Jugendliche aus der Caritasgemeinde erzählt von ihrer Zeit in Australien

von Vicky M.

Hallo ihr Lieben! Ich schreiben euch hier von der andern Seite der Welt! Ich bin Vicky, 16 Jahre alt, komme aus der Nähe von Wien und mache gerade ein Auslandssemester in Australien. Das bedeutet, dass ich hier für ein halbes Jahr bei einer Gastfamilie wohne und auch hier zur Schule gehe.

2 Monate bin ich jetzt schon da und ich muss sagen, ich fühle mich hier ziemlich wohl. Ich hatte das Glück, bei einer sehr lieben Familie gelandet zu sein. Meine Gastmutter Jodie und ihr Sohn Flynn haben mich wirklich sehr herzlich aufgenommen.

Auch in der Schule gehts mir gut. Es ist ganz anders, als ich das von Zuhause kenne, denn hier läuft ein anderes Schulsystem. Es basiert auf Fächern, die du dir selbst aussuchst und die du dann in einem Kurssystem lernst. Ich habe hier zum Beispiel Matematik, Englisch, Kunst, Nähen, Spanisch und Umweltkunde gewählt. Bloß ist die Schule hier viel einfacher. Dabei wurde mir klar, wie gut unser Schulsystem und unsere Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich sind. Und natürlich ist alles auf Englisch. Die Sprache war anfangs auch eine kleine Herausforderung, doch ich habe mich schnell eingelebt.

Auch hier wurden die Schulen wegen der Corona Pandemie geschlossen, und wir sitzen in Isolation und versuchen die positive Seiten in diesen Tagen zu sehen. Mehr Ruhe, mehr Zeit zuhause zusammen, eine neue Chance zu sich zu kommen, Zeit zu reflektieren, und für mich Zeit, euch das hier zu schreiben.

An Besonderheiten dieses Landes ist mir auf jeden Fall aufgefallen, dass hier alle sehr freundlich sind. Jeder geht mit offenen Armen und einem breiten Lächeln auf dich zu. Auch die Natur ist mehr als erwähnenswert. Ich lebe nahe an der Küste, und es fühlt sich an wie das Paradies. Palmen, Sonnenschein, exotische Blumen, Vogelgesang und das Meeresrauschen.

Nur leider spürt dieser Kontinent den Klimawandel so stark wie kein anderer. Die vielen Waldbrände in Australien, von denen man gehört hat, haben sehr viel Leben gefährdet und zerstört. Ich kam an, als die Brände gerade großteils gelöscht waren. Auf die Hitze und Trockenzeit, in der es in sechs Monaten nur zwei mal geregnet hat, folgt die Regenzeit. Es schüttete für fast drei Wochen, Überschwemmungen überall, der Fluss ganz dreckig von all dem, was in der Trockenzeit nicht weggewaschen werden konnte. Das Haus meiner Familie ist zum Glück hoch genug gebaut doch andere kamen da nicht so gut davon.

Doch heute ist glücklicherweise alles überstanden, der Herbst kommt näher. Das bedeutet hier, das Wetter wird angenehmer, und wir freuen uns alle schon auf das nächste Highlight – Ostern.

Was ich hir erleben darf, prägt mich auf jeder Fall für mein Leben. Diese neue Welt, die doch unserer so ähnelt, all die großartigen Menschen die ich kennenlernen darf, all die unbeschreiblichen Erlebnisse und Momente bilden für mich eine unvergessliche Zeit. Da kann ich auch nicht mehr sagen als – Danke!

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