Quelle und Fels und Licht und Leben…

Mai 23, 2021 | Bibelrunde, Wort zum Sonntag | 0 Kommentare

Geschrieben von Berta Wolf

23. Mai 2021

Pfingstsonntag

 

Noch ganz lebendig ist der Eindruck, den die Predigt von Tomas am vergangenen Sonntag hinterlassen hat: Die 99 und noch mehr Namen Gottes…

 Was zu Pfingsten geschehen ist, lässt sich wohl kaum wirklich beschreiben. Die Berichte sind voll von Symbolen, Bildern, Vergleichen, „Kosenamen“. Vielleicht ist diese Welt der Metaphern auch für uns ein Weg, uns dem Pfingstereignis zu nähern und zu öffnen.

 Eine Fülle von „Namen Gottes“ bietet uns u.a. auch der Psalm 18. Er ist mir eine liebgewordene Einstimmung auf Pfingsten geworden:

Bibelrunde

Aufräumen

BibelrundeSonntag in der Fastenzeit BJoh 2,13-25 Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb...

Der Unfassbare

Bibelrunde2. Fastensonntag Die Liturgie bietet uns heute zwei Texte an, die  aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln an  die Größe und Unbegreiflichkeit Gottes erinnern: Hier die Not eines Vaters (Abraham), der glaubt, Gott seinen einzigen Sohn opfern zu müssen; da...

Auszeit – erfüllte Zeit

BibelrundeLEsung vom 1. Fastensonntag, Lesejahr B: Gen 9,8-15 Gott sprach zu Noah und seinen Söhnen,                        die bei ihm waren: Hiermit schließe ich meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen  und mit allen Lebewesen bei euch, mit den Vögeln, dem...

Ein Aussätziger kam zu Jesus

BibelrundeDarf  ich träumen? Nach einer gefühlten Ewigkeit sehe ich mich wieder inmitten der Gruppe, die sich regelmäßig in der Mentergasse zur Bibelrunde trifft. Wir sitzen im Kreis. In der Mitte die Bibel, eine Kerze, ein Tuch. Zur Einstimmung lesen wir...

Alle suchen dich!

Bibelrunde5.Sonntag im Jahreskreis BWieder einmal bin ich fasziniert von der Klugheit, mit der die heiligen Texte in der Liturgie zusammengefügt sind. Da ist zunächst Ijob mit seiner Frage nach dem Leid; nein: seiner Frage nach Gott mitten im Leid, die in eine bittere...

Jesus, der Lehrer

BibelrundeJesus, der Lehrer 4. Sonntag im JahreskreisMk 1, 21 – 28 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die...

Menschenfischer

Bibelrunde1. Lesung - Jona 3,1-5. 10 Das Wort des Herrn erging an Jona: Mach dich auf den Weg und geh nach Nínive, der großen Stadt, und rufe ihr all das zu, was ich dir sagen werde! Jona machte sich auf den Weg und ging nach Nínive, wie der Herr es ihm befohlen...

Rede, Herr, ich höre!

Bibelrunde2. Sonntag im Jahreskreis   Die erste eindrucksvolle Entwicklungs- und Nachfolgegeschichte wird uns heute im Buch Samuel  zur Betrachtung angeboten: Nicht Eli erhält den Auftrag, den 1. König für Israel zu salben, sondern sein noch unerfahrener Schüler...

Einfach zärtlich: Geliebter Sohn!

BibelrundeAus dem Markusevangelium 1,7 - 11 In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er...

Ave Maria

Bibelrunde4.Adventsonntag Lukas 1, 26 -38Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria....

Dich will ich lieben, Gott, du meine

Stärke,

du Fels, auf den ich baue,

du meine Burg, in die ich fliehen

kann.

Du bist mein Heil, mein Retter,

meine Zuflucht, mein sicherer Ort.

Du bist der treue Helfer meines

Lebens.

Wenn ich in Ängsten bin,

komme ich zu dir.

Du, den wir hoch im Himmel sonst

verehren,

du bist dann für mich da.

In großer Enge war ich ganz

gefangen,

doch du hast mich befreit,

in eine neue Weite mich geführt.

Du hast mir gezeigt,

wie nah ich deinem Herzen bin.

Ja, du bist mein Licht!

Du machst meine Finsternis hell.

Mit dir überspring ich Mauern,

mit dir überwinde ich mein Elend.

Du machst mein Leben hell,

du gibst mir Kraft und Mut.
Du machst meine Füße leicht,

du leitest mich sicher über den Abgrund.

Du bist der lebendige Gott,

du bist Quelle des Lebens für mich.

Du bist der Fels, auf dem ich stehe.

Ich will dir danken, jetzt und für immer.

 

Psalm 18

Joh. 20, 19 – 23      

 Es war spät abends an jenem Sonntag. Die Jünger hatten Angst vor den Juden, deshalb hatten sie die Türen abgeschlossen. Da kam Jesus und trat in ihre Mitte. „Ich bringe euch Frieden!“ sagte

Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Sie freuten sich sehr, als sie den Herrn sahen.

Noch einmal sagte er zu ihnen: „Ich bringe euch Frieden! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich nun euch.“

Dann hauchte er sie an und sagte: „Empfangt Gottes heiligen Geist!

Wem ihr die Schuld erlasst, dem ist sie erlassen Wem ihr sie nicht erlasst, der bleibt schuldig.“

APOSTELGESCHICHTE. 2, 1 – 13

Am jüdischen Pfingsfest waren wieder alle versammelt. Plötzlich rauschte es vom Himmel wie bei einem Sturm. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sahen sie etwas, das sich wie Feuerzungen verteilte und sich auf jeden von ihnen niederließ. Alle wurden von Gottes Geist erfüllt und begannen in verschiedenen Sprachen zu reden, jeder wie es ihm der Geist Gottes eingab.Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt. Als sie den Sturm hörten, strömten sie in großer Zahl zusammen. Sie staunten; denn jeder hörte die Apostel in seiner eigenen Sprache reden. Voller Verwunderung riefen sie: „ Die Leute, die da reden, sind doch alle aus Galiläa! Wie kommt es, dass wir sie in unserer Muttersprache reden hören? Unter uns sind Parther, Meder und Elamiter, Leute aus Mesopotamien und Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, Aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, dem lybischen Zyrene und aus Rom, Aus Kreta und Arabien, Menschen jüdischer Herkunft und solche, die sich der jüdischen Religion angeschlossen haben. Und trotzdem hört jeder sie in seiner eigenen Sprache von den großen Taten Gottes reden!“ Erstaunt und verwirrt fragten sie einander, was das zu bedeuten habe. Andere machten sich darüber lustig und meinten: „Die Leute sind doch betrunken!“

Für die stille Ecke:

 

Ich lege ein Blatt Papier, Farbstifte, Malkreiden vor mich hin. Ich spüre den Atem in mir. Ich spüre das Leben in mir – und wie es sich zurzeit anfühlt. Welche Farbe spricht mich an? Welche Formen passen jetzt zu dem, was ich fühle, was mich bewegt?

Ich fange einfach an zu malen, zu schreiben…

Ich lasse alles auf mich wirken, was sich auf meinem Blatt zeigt: Leere? Chaos? Rundes oder Kantiges? Leichtes, Schweres? Buntes, Graues?

Ich lasse den Pfingstbericht in mir nachklingen: das Rauschen, das Wehen, das Feuer, die Kraft, das Verstehen…(Wie) könnte sich nun mein Bild verändern? Die Farben liegen vor mir…

 

Vielleicht entstehen neue Namen für Gott in mir?

Vielleicht lasse ich mich durchwehen, bewegen, begeistern, erschüttern, …?

Vielleicht entsteht ein Gebet in mir?

 

Du Quelle und Fels und Licht und Leben…