Gaudete! Freut euch!

von | Dez 11, 2020 | Aktuelles, Bibelrunde | 0 Kommentare

Geschrieben vonBerta

11. Dezember 2020

Bibelrunde

3. Sonntag im Advent

JEs 61,1-2A, 10 – 11

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir;                    denn der Herr hat mich gesalbt.

Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe  und alle heile, deren Herz zerbrochen ist,
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Gefesselten die Befreiung,
damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn.
Meine Seele soll jubeln über meinen Gott.
Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils,
er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit,
wie ein Bräutigam sich festlich schmückt
und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt
und der Garten die Pflanzen hervorbringt,
so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor
und Ruhm vor allen Völkern.

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher:

Freut euch zu jeder Zeit!
Betet ohne Unterlass!
Dankt für alles;
denn das will Gott von euch,
die ihr Christus Jesus gehört.
Löscht den Geist nicht aus!
Verachtet prophetisches Reden nicht!
Prüft alles, und behaltet das Gute!
Meidet das Böse in jeder Gestalt!
Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar
und bewahre euren Geist,
eure Seele und euren Leib unversehrt,
damit ihr ohne Tadel seid,
wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.
Gott, der euch beruft, ist treu;
er wird es tun.

Gut zu wissen…

Der Prophet erinnert an das Gnadenjahr des Herrn ( vgl. Ex. 23, 10ff; Lev. 25,39ff):

Sklaven sind freizulassen,  Schulden sollen nachgelassen werden, Eigentum ist neu zu verteilen. Niemand soll auf der Strecke bleiben.

Doch das Gnadenjahr hat nicht nur eine soziale Dimension. Wenn Gott im Spiel ist, geht es immer auch um „ tiefer“ Liegendes:

Von Herzen will ich mich freuen, meine Seele soll jubeln über meinen Gott.

Wer sich wirklich und ganz auf Gott einlässt, bringt Gerechtigkeit hervor.

Es gibt…

die Spaßgesellschaft mit ihrer „Gaudi“

              und die Freude über eine gute Nachricht

die vielen Irrlichter

              und die Freude über ein Licht, das aufgeht

die Zerstreuungen und Ablenkungen

              und die Freude über ein gutes Gespräch

 die Alltagsroutine 

               und die Achtsamkeit,

               damit der Sinn nicht verloren geht

die Sorglosigkeit

              und den Dank für Neues, Gelungenes

Prüft alles…

EVANGELIUM VOM 3. Adventsonntag
Joh 1,6-8. 19-28

 

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war;
sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht,
damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht,
er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Dies ist das Zeugnis des Johannes:
Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten
mit der Frage: Wer bist du?,
bekannte er und leugnete nicht;
er bekannte: Ich bin nicht der Messias.
Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija?
Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet?
Er antwortete: Nein.
Da fragten sie ihn: Wer bist du?
Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben.
Was sagst du über dich selbst?
Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft:
Ebnet den Weg für den Herrn!,
wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer.
Sie fragten Johannes:
Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist,
nicht Elija und nicht der Prophet?
Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser.
Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt

und der nach mir kommt;

ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Dies geschah in Betanien,

auf der anderen Seite des Jordan,
wo Johannes taufte.

FÜR DIE STILLE ECKE

 

 

Wer bin ich?

Wer bin ich nicht?

Ich – als Zeuge/Zeugin?

Wofür stehe ich und gebe ich Auskunft?

Kann ich –

auch im Winter, in der Krise, trotz „gebrochenem Herzen“ – immer wieder

Kanäle finden zur bodenständigen Trotzdem-Freude?

Weil ER mitten unter uns ist!

 

Ich mach mich auf die Spurensuche: nach der wahren Freude, auch in dieser Zeit.

Adventsegen

Der Herr selber wird kommen,
um euch zu erlösen.
Er wird alle Tränen abwischen
und euch Leben schenken in seinem Reich.
Sein Segen begleite euch bis zu jenem Tag:
der Segen des Vaters und des Sohnes und des
heiligen Geistes.

Herbert Jung

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